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Frauen im Handwerk - die Branche wird weiblicher

Das Handwerk bietet Frauen vielfältige Karrierechancen. In mehr als 130 Ausbildungsberufen zeigen sich Perspektiven auf, die noch vor Jahren für Frauen nicht realisierbar waren.

 

Frauen gehören in der Branche zu den Leistungsträgerinnen in den Betrieben. Sie besetzen vielfältige Positionen, haben sich einen hohen Stand erarbeitet und Führungspositionen erreicht.

 

Ihren Platz als Gründerin, Unternehmerin, Meisterin oder Nachfolgerin füllen sie mit einem hohen Maß an Kompetenz aus. Sie sind top ausgebildet, haben ein umfangreiches Fachwissen und handwerkliches Geschick.

 

Frauen im Handwerk können alles. Sie bearbeiten Stoff, Metall oder Holz, backen Brot, bauen Häuser, verlegen Fussböden, malern Wände, designen Stoffe oder statten Räume aus. 

 

In jedem Gewerk packen sie an und stehen täglich ihre Frau.

 

Häufig wählen sie kreative Handwerksberufe. Friseurin, Maßschneiderin, Goldschmiedin, Konditorin und Augenoptikerin zählen zu den Top-Berufen. 

Doch das Interesse an anderen Berufen steigt und sie werden immer beliebter.

 

Die Statistik zeigt, dass sich die Geschlechterverteilung in der Branche geändert hat und immer mehr Frauen den Weg ins Handwerk finden.

 

Fast jede vierte Gründung erfolgt durch eine Frau, rund 17% aller erfolgreichen Meisterprüfungen werden von Frauen absolviert und jeder fünfte Handwerksbetrieb wird von einer Frau geführt. Leider nimmt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge junger Frauen in den letzten Jahren aber ab. 

 

Frauen zählen im Handwerk heutzutage nicht mehr zu den Exoten, sind aber noch deutlich  unterrepräsentiert und ihr Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft.

 

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es von großer Bedeutung, Frauen für das Handwerk zu begeistern und ihnen Karrierechancen aufzuzeigen.

 

Frauen finden in der heutigen Zeit gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Das Fortbildungs- und Weiterbildungsangebot, das speziell für sie angeboten wird, ist vielfältig und breit aufgestellt. 

 

Ziel ist es, noch mehr weibliche Fachkräfte für das Handwerk zu werben und sie zu ermutigen, ihren eigenen Weg erfolgreich zu beschreiten. 

 

Damit zukünftig noch mehr Handwerkerinnen in den Betrieben arbeiten, ist es wichtig, mehr Mädchen und junge Frauen für die Branche zu begeistern.

 

Damit das so früh wie möglich erfolgt, sollte schon in der Schule damit begonnen werden, Mädchen für handwerkliche Berufe zu gewinnen. 

 

Durch praktische Erfahrungen aber auch durch die Stärkung von MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) soll das Interesse für gewerblich-technische Berufe geweckt werden.

 

Notwendig ist auch ein Umdenken in der Gesellschaft - insbesondere bei Lehrern und Eltern und Ausbildungbetrieben, denn noch immer bestimmen Geschlechterklisches die Berufsorientierung, 

-ausbildung und -beratung. 

 

Vorurteile auf allen Seiten müssen verschwinden und Aufklärung erfolgen.

 

Es ist notwendig potenzielle weibliche Fachkräfte darüber zu informieren, wie vielfältig das Handwerk ist und das es sich einem Wandel unterzieht.

 

Durch den Einzug der Digitalisierung werden unter anderem auch die körperlichen Belastungen geringer. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Kreativität und Kommunikation. Die Möglichkeiten, sich in einem handwerklichen Beruf selbst zu verwirklichen und individuelle Karrierechancen zu haben, sind zahlreicher als je zuvor.

 

Der Zentralverband des deutschen Handwerks setzt sich dafür ein, dass sich mehr Frauen für berufliche Zukunft in einem handwerklichen Beruf entscheiden.

 

Dafür unterstützt er unter anderem verschiedene Projekte, wie zum Beispiel „Girls Day“, MINT-Initiativen und bundesweite Frauen-Netzwerke.

 

Die Handwerkskammern stehen als kompetenter Ansprechpartner für Eltern, Lehrer, Schüler, Ausbildungsbetriebe und Schulen zur Verfügung. 

 

Sie unterstützen bei Informationsveranstaltungen, Zukunftstagen, auf Ausbildungsmessen und während der Ausbildung. 

 

Das Handwerk braucht noch mehr Frauen - jetzt gilt es die Bedingungen zu schaffen, die Branche attraktiv für weibliche Fachkräfte zu machen.

 

Sehr gerne möchten wir mit Ihnen über dieses oder andere Themen rund um das Handwerk diskutieren und laden Sie deshalb auf unsere Facebook Seite ein: 

 

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