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SOCIAL MEDIA MARKETING – NOTWENDIG ODER ÜBERFLÜSSIG?

Das Thema Social Media Marketing ist mittlerweile kein neues Thema mehr. Jeder Unternehmer hat sicherlich in irgendeiner Form damit schon einmal Kontakt gehabt. Nur Wenige nutzen das Potential dieser Vertriebsplattform jedoch wirklich aus.

 

Kürzlich hat der Berliner Tagesspiegel einen interessanten Bericht über Matthias Schultze verfasst. Herr Schultze führt als Malermeister seit 2001 einen Familienbetrieb, der bereits 1937 gegründet wurde.

 

Der Malermeister ist bei Facebook, Instagram und Pinterest aktiv und betreibt einen Blog auf seiner Webseite.

 

Die Social Media Kanäle von Facebook, Instagram und Pinterest benutzt er hauptsächlich, um auf seinen Blog aufmerksam zu machen. Er nennt es seine „Marktschreier“. Sprich, er füttert diese Kanäle mit kurzen Informationen, um auf seinen Blog aufmerksam zu machen, in dem er ausführlicher über seine Arbeiten berichtet.

 

Auf diese Weise erreicht Herr Schultze pro Monat über 400.000 Menschen! „Wenn ich nur ein Promille davon als Kunden gewinne, muss ich mir nie wieder Sorgen machen.“ Das erscheint plausibel!

 

Jeder Unternehmer, der sein Unternehmen nach Außen präsentieren will, muss sich zunächst einmal überlegen, was er denn seinen potentiellen Kunden mitteilen möchte. Diese Frage stellen wir uns auch oft für unseren Blog. Wichtig ist, dass die Themen für die eigene Zielgruppe interessant gestaltet werden. Wir versuchen sowohl potentielle Kunden für unsere Innungsmitglieder anzusprechen, sowohl interessante Themen für potentielle neue Innungsmitglieder zu finden. Für Handwerksbetriebe dürfte die Neukundengewinnung am Interessantesten sein. So auch bei Herrn Schultze.

 

Er spricht diese als „Geschichtenerzähler“ an. Er berichtet aus dem Unternehmen, über die Mitarbeiter und darüber, wie er seine Kunden glücklich macht. Das poliert zusätzlich auch noch das Image des Malerhandwerks auf: „Je mehr das nach außen dringt, desto mehr bekommt das Image des Malers einen anderen Stellenwert.“

 

Dadurch, dass er auch seine Mitarbeiter ins Social Media Marketing mit einbezieht, weckt er auch das Interesse bei jungen Menschen, sich für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.

 

Wir haben vor Kurzem in unserem Blog darüber berichtet, dass bei vielen Handwerkern die Auftragsbücher gut gefüllt sind: DER FACHKRÄFTEMANGEL IM HANDWERK UND SEINE AUSWIRKUNGEN

 

Das zum Teil sogar Kunden auf längere Wartezeiten vertröstet werden müssen. Warum sollten diese Betriebe dann auch noch Social Media Marketing betreiben? Wir dürfen nicht verkennen, dass dieser Zustand nicht immer so weitergehen wird. Laut Schultze wird die Handwerkskultur vernichtet, wenn wir unsere Arbeit nicht erklären. Und dazu zählen eben alle Gewerke des Handwerks. Wenn wir unsere Arbeiten präsentieren, wecken wir bei unseren Kunden Begehrlichkeiten. Wenn wir zeigen, wie viele Schritte nötig sind, um ein Werkstück zu vollenden, haben wir eine gute Ausgangslage für eventuelle Preisdiskussionen. Und wenn wir zeigen, wie schön es ist, etwas wertvolles, handwerkliches zu schaffen, dann werden wir uns auch über künftige Mitarbeiter keine Sorgen machen müssen.

 

Wie kann man aber die Mitarbeiter motivieren, sich an der Präsentation des Unternehmens nach Außen zu beteiligen? Malermeister Schultze hat das Problem so gelöst, dass er sich zunächst über die Arbeitsprozesse Gedanken gemacht hat und welchen Mitarbeiter er wo in Zukunft sieht. Wichtig in diesem Prozess war es, den Mitarbeitern mehr Verantwortung zu übertragen. Seitdem hat jeder Mitarbeiter seinen eigenen Verantwortungsbereich. Das trägt zur Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters bei. Und wenn der Bereich klar abgesteckt ist und sich der Mitarbeiter darin auch wiederfindet, dann ist es auch für ihn auch kein Problem mehr, sich für das Unternehmen nach Außen zu präsentieren.

 

Den Zeitungsbericht über Malermeister Schultze finden Sie unter: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/malermeister-schultze-wir-muessen-uns-neu-erfinden/22951696.html

 

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